Handfasting Beispiel

Ein Handfasting ist eine freie Trauung und wir haben damit alle Möglichkeiten die ihr euch wünscht, damit es ein unvergesslicher Tag wird.

Ob ganz natürlich schamanisch mit deinen Spirits und Krafttieren, Keltisch orientiert, ganz magisch ….  es ist alles eine Formsache.

  • Wir hatten schon ein schamanisches Handfasting auf einer ganz normalen Hochzeitsfeier, auf der wir das Ritual wie ein „Hochzeitsspiel“ im Rahmen der Gäste zelebriert haben.
  • Ein buntes Handfasting im Kuppelzelt auf einem Goa Festival.
  • Ganz romantisch bei Sonnenaufgang nur mit dem Pärchen in einem kleinen Waldstück
  • Ein großes Zeltfest, mit vielen Gästen auf einer Wiese am Fluss
  • und ein keltisches Handfasting mit Prunk und Protz auf einer Burg …

Hier der Ablauf davon als Beispiel

Herold Begrüßung
Herzlich willkommen zu einem ganz besonderen Tag an einem ganz besonderen Ort.

Was werden wir nun heute Abend hier machen?
Viele von Euch kennen alte Hochzeitsbräuche. Den Polterabend, den Brautkranz, Blumen streuen, den Schleier zerreißen ….
Tradition nennen wir es, Brauchtum. Aber eigentlich ist es ein alter Glaube. Alle diese Rituale waren dazu da Dämonen und böse Geistern zu verwirren und Segen von den guten Geistern zu erbitten. Daran glauben wir zwar oft nicht mehr aber trotzdem haben wir an den alten Sitten festgehalten, denn irgendwas scheint ja dahinter zu stecken.
Wir werden heute Abend den alten Sitten folgen und ein Handfasting zelebrieren.
Ihr dürft gespannt sein.

SumbelRunde
Brot und Wein stehen breit Euch die Mägen und den Geist zu füllen

Den beiden wird Brot gereicht, sie reichen einander ein Stück Brot mit dem Satz: „Mögest du niemals hungern“
Den beiden wird Wein/Met gereicht, sie reichen einander den Kelch/Horn mit dem Satz: „Mögest du niemals dürsten.“

Für die Seele ist auch gesorgt.
Wir bitten die Götter und Geister uns beizustehen
Und lassen dafür das Horn mit Met kreisen,
Nehmt einen Schuck und sprecht euren Wunsch an die Götter für diesen Abend.
Gelage (Essen)
Brauttrunk Das eigentliche Fest beginnt mit dem Brauttrunk. Dabei reicht die Ehefrau ihrem Gatten das erste Horn oder den ersten Sturzbecher, was in Zukunft zu ihren vornehmsten Pflichten gehören würde. Danach begrüßt der Bräutigam die Götter und Gäste ….
Ahnengedeck
Wir gedenken auch all derer die nicht hier sein können. Die vorausgegangen sind, auf die andere Seite des Lebens.
Sie werden mit uns feiern.
Für sie geben wir ein Dankopfer auf einem zusätzlichen Gedeck. Wer jemanden hier in der Runde vermisst und seiner gedenken möchte, darf etwas von den Speisen auf dieses Gedeck legen. Mögen unsere Ahnen reicht beschenkt werden und gütig auf uns herabblicken.
Handfasting Ritual

„Herzlich willkommen, in diesem Turmzimmer.
Hochzeit im Mittelalter.
Gar nicht zu einfach das zu rekonstruieren. Im frühen Mittelalter, etwa von 350 bis 750, fand eine recht unbürokratisch statt: Es gab keine Kirchen und Standesmämter. Die Frau wurde von ihrem Vater ihrem Mann übergeben. Anschließend feierte das ganze Dorf ein Fest und Häuptling des Dorfes segnete das Brautpaar im Namen der Ahnen und Götter.
Das änderte sich mit dem Aufkommen des Christentums. Als Karl der Große im Jahr 751 das Christentum zur Staatsreligion erklärte, wurde es kompliziert. Da ging nichts mehr ohne den Segen der Priesterschaft.
Aber das Volk fand immer noch Schlupflöcher. Im Mittelalter gab es sogenannte Winkelehen. Die ganz formlos in einem Winkel eines Schlosses mit Zeugen gehalten wurden, aber rechtsgültig waren.

Wir haben uns heute an diesem Ort versammelt, um Zeugen eines Eheversprechens zu sein.
Trauzeugen
In Zeiten „staatlicher Unordnung“ (wie z. B. in Kriegszeiten), in denen keine amtlichen Unterlagen einsehbar waren, galt ihr „Zeugnis“. Sie bestätigten, dass sie das „Ja-Wort“ (in der Kirche bzw. im Standesamt) gehört hatten. Mal abgesehen vom Ringe suchen, Blumenstraußhalten, usw.. bezeugen sie die Ehe und deren Vollzug. Trauzeuge zu sein war ein „Amt“, das man im Auftrag von Staat und Kirche wahrnahm.. Trauzeugen sind Helfer, Unterstützer, Vertraute, Vermittler, die das Wohl des Brautpaares im Sinn haben. Sie hatten das Paar an die Einhaltung des Eheversprechens zu erinnern. „Und werden immer wieder gebraucht wenns mal kriselt um Frieden zu stiften und die Beiden wieder zu verbinden.
Wir bitten die Trauzeugen in den Kreis
„Wer spricht und bezeugt für den Bräutigam?
Wer spricht und bezeugt für die Braut?

Die Trauzeugen treten vor.
Seid ihr dazu bereit?“
An diese Aufgabe wollen wir euch binden, damit ihr es nicht vergesst.
Das Paar binden ihren Trauzeugen ein Band ums Handgelenk.

„Wer ist der Bräutigam?“ der Trauzeuge spricht über Bräutigam
„Ist [der Bräutigam] denn frei, ein Eheversprechen zu geben?“der Trauzeuge antwortet für ihn
„Dann soll er hervor-/heran-/eintreten

„Und wer ist die Braut?“ die Trauzeugin spricht über Braut
Ist [die Braut] denn frei, ein Eheversprechen zu geben? die Trauzeugin antwortet für sie
Dann soll sie heran treten.
Der Kreis
Das Zeichen der Verbindung ist der Kreis, ohne Anfang und Ende Das Leben ist ein Kreis. Von Geburt und Tod, sterben und leben. Der Tag von Sonnenauf bis Sonnenuntergang, der Monat, das Jahr, immer wieder kehrend.
Diese Beiden stehen heute in der Mitte, im Mittelpunkt. Deshalb stehen wir auch in einem Kreis.

Wir haben heute etwas andere Ringe 😉 Kränze.
Einen Kranz zu überreichen ist in vielen Bereichen bekannt.
Der Lorbeerkranz des Siegers, das Eichenlaub zur Ehre,….
Lange vor dem Schleier modern wurde, war der Brautkranz bekannt.
Wir haben hier zwei Kränze für Sie und Ihn ….
Besprecht den Kranz mit euren von Herzen kommenden Worten die das beschreiben was ihr ihnen in der Beziehung geben werdet.

„Was ich dir von Herzen gebe …“

Segen der Vier Richtungen
Das Brautpaar wendet sich in die Richtungen und der jeweilige Elemente Vertreter tritt in den Kreis. Dann Übergabe der Elementezeichen.

Ehe-Band flechten
Einen Zauber binden …. Ein Knoten ins Taschentuch machen um etwas nicht zu vergessen… all dieser alte Aberglaube hat was dem Verknoten/dem Festbinden zu tun.
Der Begriff etwas „Vertraglich festmachen“ …. findet seinen Ursprung darin.

Wir haben hier drei Bänder, denn aller guten Dinge sind Drei … Körper, Geist und Seele. Gestern heute Morgen … mit diesem Band wollen wir die Beiden im wahrsten Sinne des Wortes „verbinden.“ Handfasting nennt man diesen Brauch.
Diese Bänder müsst ihr nun erst verflechten, so wie sich eure Leben miteinander verflochten haben.
Wer möchte halten, wer flechten? Ihr dürft euch auch abwechseln 😉
Ihr sollt nur das was ihr euch für eure Beziehung wünscht einflechten: Ich wünsch uns….
> (Trommelbegleitung)

Mit diesem Band das die beiden gemeinsam geschaffen haben, wollen wir nun die Brautleute verbinden.

Reicht euch bitte die Hände.
.
Handfasting Segen
Wünsche der Gäste
Und noch einen Zauber wollen wir binden. Hier haben wir einen weiteren Ring. An diesen sollt ihr die guten Wünsche eurer Gäste sammeln, damit ihr sie immer zum Erinnern bei euch habt.
Bitte die Wünsche mit den bunten Bändern an den Ring binden.

 Den Kreis über das Paar halten.
Mögen alle guten Wünschen, den Weg zu euch finden …

~Ende der Zeremonie~

 

Der Weg zum Schamanen in Dir!

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