Ostara

Obwohl es draußen heute nicht danach aussieht, feiern wir heute die Frühlingstag- und Nachgleiche. Wir begrüßen den Frühling und rufen Ostara, genauer gesagt, Astarte, die Göttin des Osten, des frühen Lichtes und bitten um einen schöne Zeit.

Möge die Saat aufgehen die wir dieses Jahr gesetzt haben.
Möge die Sonne uns den Rücken beim Pflanzen wärmen
und die Ernte beleuchten.
Möge die kommende Zeit uns wohlgesonnen sein.

Ein Sonnenfest wird oft mit einem großen Feuer gefeiert. Die klassischen Osterfeuer sind das beste Beispiel dafür. Oder siehst du eine Verbindung des Feuers zur Christlichen Wiederauferstehung?
Da das Wetter heute nicht mitspielt und die Wiese mehr oder weniger unter Wasser steht, werden wir im kleinen Kreis in der Trommelguppe feiern.
Wobei die überschwemmte Wiese gar kein so schlechtes Zeichen ist. Wasser spielt in vielen Osterbräuchen eine große Rolle. Die Flut bringt nicht nur Schade, sondern meistens auch nahrhafte Erde mit sich und fördert das Wachstum in der kommenden Vegitationsperiode. Für viele Agrarvölker in südlichen Gegenden war die Flut die lebenspendende Göttin.
Auch die Taufe hat einen ähnlichen Ursprung. Das Wasser dient der Reinigung und der Fruchtbarkeit. .
Die Ostereier, besonders die roten, sind auch mehr oder weniger heidnisch. Verkörpern sie doch am besten die Fruchtbarkeit und das Blut der Göttin.
Fruchtbarkeit ist überhaupt das Thema. Wir scheine hier auch einen sehr fruchtbaren Ort zu haben, die ersten zwei Märzkätzchen sind heute geboren, die Küken sind geschlüpft, die Gänse brüten noch, Draußen ist – trotz der oft eisigen Temperaturen – emsiger Nestbau angesagt.
Nestbau ist ein schönes Ritual, falls das Wetter es zulässt. Gehe in den Wald und baue dir aus Zweigen auf dem Boden ein Nest. Groß genug das du darin sitzen kannst. Reinige den Ort und tragen Zweige und Stämme zusammen und schichte sie kreisförmig auf.
Komisches Ritual? Ja, aber ein sehr einprägsames und vielsagendes. Wie baust du? Emsig oder langsam, wird es ein großes oder ein kleines Nest, legst du es locker und nur andeutungsweise oder machst du es richtige dicht und fest? Wie fühlst du dich innerhalb und außerhalb des Nestes?
All das hat was mit dem Thema der Zeit zu tun. Fruchtbarkeit und Wachstum.
Vielleicht magst du auch ein paar Samen mit deinen Wüschen besprechen und aussäen. Eine Wildblumen wiese am Straßenrand sieht nicht nur gut aus, sondern hilft auch den Bienen und anderen Insekten zu überleben.

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