Warum es so schwer ist …

.. an das Übersinnliches zu glauben. Z.B. der Wirkung von Schamanismus.

In unserer Gesellschaft ist es nicht einfach, sich auf den Pfad des Außergewöhnlichen zu begeben. Wir haben zwar keinen Hexenhammer mehr, aber unverständliche Ironie und massive Abwertung  finden wir überall

Spirituelle Menschen werden immer noch ausgegrenzt. „Du spinnst ja. Das kannst du doch nicht wirklich glauben? Bist du in den Fängen einer Sekte geraten? Kannst du das irgendwie beweisen, was du da glaubst?“Wenn du mit deinem Glauben auf der „richtigen Seite“ stehst, scheint es ja kein Problem zu sein: Können wir Gott beweisen? Hat das Christentum in seinen vielen Abspaltungen keine sektenähnliche Struktur?

Von der Katholischen Kirchen ist in dem Zusammenhang ja nichts anders zu erwarten Text im Kath.net  Sie müssen ja um ihre Schäfchen ja nicht zu verlieren.

Aber auch in der Allgemeinheit finden wir Beispiele für die gesellschaftliche Meinungsbildung, z.B. im Spiegel

Ein besonders Problem scheinen alternative Heilmethoden für Ärzte und Psychologen zu sein. Angst davon das ihnen die Patienten verloren gehen, kann es ja nicht sein. Behaupten sie doch immer wieder,  das allen „verirrten“ Klienten dieser „Pseudo Therapeuten“ nur mit „echter“  (wissenschaftlich bewiesener!?)  medizinischer und psychotherapeutischer Intervention geholfen werden kann.

Und was ich besonders fein finde (Achtung Ironie), den meisten Gegendruck gibt’s von Schamanen selbst: „Schamane?“

Es geht auch netter neutraler wie beim Tagespiegel

 http://www.tagesspiegel.de/kultur/schamanismus-hilfe-vom-heilzwerg/7009656.html

 

 

Ein Gedanke zu „Warum es so schwer ist …“

  1. Als echte und nicht selbsternannte Ethnologin kann ich dazu nur sagen, dass das Problem darin liegt, wie in unserer Gesellschaft bzw. von gewissen Vertretern bestimmter „Glaubensrichtungen“ oder Weltbilder mit dem Begriff „Schamanismus“ umgegangen wird. Es ist ein Modebegriff geworden, der in allen Formen schamlos benutzt und kommerzialisiert wird. Die Ethnologie als anerkannte Wissenschaft kann „Schamanismus“ nicht klar definieren, trotzdem ist umgangssprachlich offenbar allgemein klar, was damit in unserer Gesellschaft gemeint ist. Nämlich inzwischen leider alles, das irgendwie „esoterisch“, spirituell, okkult oder sonst wie ist und man hat das Gefühl, jede in solchen Bereichen aktive Person MUSS sich der Anerkennung wegen neuerdings „Schamanin“ oder „Schamane“ nennen.Wer nicht dasselbe Weltbild teilt oder „Konkurrenz“ ist, wird dann schlechtgemacht, dabei machen alle dasselbe. Echte Schamanen müssen sich nicht mit diesem Begriff schmücken, sie leben einfach ihre Bestimmung…. Logischerweise gibt es also diese je nachdem berechtigte oder unberechtigte Kritik. Würde man sagen, man arbeitet mit „schamanischen Techniken“, gibt solches Wissen weiter oder nennt es mal vorsichtig „naturspirituell“, würde das schon anders klingen und in den meisten Fällen eher der Wahrheit entsprechen. Zumal man sich ja nicht zum Schamanen ernennt, sondern dies bekanntlich von bestimmten, eben auch gesellschaftlichen Faktoren abhängt…

    Die Anmaßung der Kirche, sowieso allwissend und allein richtig zu sein, ist lediglich ein Armutszeugnis von Beschränktheit und Blindheit. Ironischerweise glaubt die Kirche selbst an „böse Geister“ und ist lediglich eine von vielen „Sekten“. Ihre eigenen ethnologischen Fähigkeiten hat die Kirche ja ausreichend in der Misshandlung von Menschen fremder Kulturen bewiesen, weswegen sie überhaupt kein erwähnenswerter Maßstab sein sollte. Da sie zur Selbstreflexion nicht fähig ist, dreht sie sich sowieso um sich selbst und stellt doch nur durch und durch das dar, was sie anderswo kritisieren möchte.

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