Traumfänger

am letzten Wochenende hatten wir in der Schamanenschule das Thema Schlaf und Traum.
Grundlage der Schlafpsychologie fanden hier ihren Raum, ebenso wie das schamanische Traumreisen, die Traumdeutung und natürlich auch das Fertigen eines persönlichen Traumfängers.Es war spannend zu sehen, wie sich aus einem dünnen Metallreifen Traumfänger_1643

einer Kiste WolleTraumfänger_1646

mit der passenden Technik

und etwas Geduld

zauberhafte Kunstwerke entstanden.Traumfänger_1666

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Geschichte vom Traumfänger
Eine Legende der Lakota

Vor langer Zeit, als die Welt noch jung war, hatte ein alter Lakota-Medizinmann auf einem hohen Berge eine Vision. Darin erschien ihm Iktomi, der große Schelm und Weisheitslehrer, als Spinne.

Iktomi sprach in einer Sprache zu ihm, die nur die spirituellen Führer der Lakota verstehen konnten. Gleichzeitig nahm er den Reifen aus Weidenholz, der den Ältesten gehörte und mit Federn, Pferdehaar, Perlen und Opfergaben geschmückt war, und begann darin ein Spinnennetz zu weben.

Er erzählte dem Ältesten von den Zyklen des Lebens… wie wir unser Leben als Kinder beginnen und zuerst zu Jugendlichen, dann zu Erwachsenen werden, um schließlich das Alter zu erreichen, in dem wir wieder wie Kinder versorgt werden müssen, womit sich der Kreis des Lebens schließt.

„Aber“, sagte Iktomi, während er weiter an seinem Netz spann, „es gibt in jeder Lebenszeit viele Kräfte – einige sind gut und andere sind schlecht. Wenn du auf die guten Kräfte hörst, werden sie dich in die richtige Richtung lenken. Hörst du jedoch auf die schlechten Kräfte, so werden sie dich verletzen und in die falsche Richtung führen.“

Er fuhr fort: „Es gibt viele Kräfte oder Richtungen. Sie sind entweder hilfreich oder sie stören die Harmonie der Natur, des großen Geistes und alle seiner wunderbaren Lehren.“

Und während die Spinne sprach, wob sie weiter an ihrem Netz. Sie begann an seinem Rande und arbeitete sich zur Mitte vor. Als Iktomi zu Ende gesprochen hatte, überreichte er dem Lakota-Ältesten das Netz und sagte: „Siehst du? Das Netz ist vollkommen rund, aber es hat ein Loch in der Mitte.“

Er sagte: „Dieses Netz kann dir und deinen Leuten helfen, eure Ziele zu erreichen. So könnt ihr die Ideen, Träume und Visionen eures Volkes zu eurem Nutzen anwenden. Wenn ihr an den großen Geist glaubt, wird das Netz die guten Ideen einfangen, und die schlechten werden durch das Loch fallen.“

Der Lakota-Älteste teilte diese Vision seinem Volk mit. Seitdem benutzen die Sioux-Indianer den Traumfänger als das Netz ihres Lebens. Sie hängen ihn über ihre Betten oder in ihren Haus auf, um ihre Träume und Visionen hindurch zu sieben. Das Gute in ihren Träumen wird im Netz des Lebens aufgefangen und mitgenommen, aber das Schlechte fällt durch das Loch in der Mitte des Netzes und gehört nicht mehr zu ihnen.

Sie glauben, dass der Traumfänger ihr zukünftiges Schicksal enthält.

 

Das Original ist zu finden auf:
www.cia-g.com/~gathplac/dreamcatcher_legend.htm

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