Seelenrückholung

Im schamanischen Kontext hören wir oft von Seelenverlust und Seelenrückholung. Und viele fragen dann: Was hat es damit auf sich? Kann ein Mensch seelenlos sein? Eine Art Zombie?

Dazu müssen wir einige Grundlagen erklären. Der Begriff Seelen ist im Schamanischen weit umfassender als in der heutigen Psychologie, in der wir eher einen emotional-mentalen Anteil darunter verstehen.  Für Schamanen ist die Seele – in diesem Fall – eine uns innewohnende Energie, die uns mit dem Universum und allem was ist verbindet. Diese ist kein einheitlicher Komplex, sondern – wie das Chi/Ki – ständig in Bewegung. Jeder Mensch hatte viele verschiedene „Seelen“ Anteile (Eigenschaften/Energie) die ihn zu dem Menschen machen der er ist. Kinder kommen mit einem kompletten Seelenkörper auf die Welt,  sie haben  alles für ihre Entwicklung zu Verfügung.

Im Laufe der Zeit schränken sich diese Möglichkeiten durch Ereignisse im Umfeld und durch Erziehung ein. Dabei werden einige Eigenschaften unterdrückt, weil sie z.B. gesellschaftlich nicht erwünscht sind oder weil sie aufgrund von Geschehnissen in der Familie nicht gefördert oder blockiert werden.  Das ist im gewissen Maße „normal“ da wir uns alle an die Umwelt anpassen und individuell entwickeln.

Wenn allerdinge große Anteilen des Menschen unterdrückt  und nicht ausgelebt werden dürfen, verändern sich die Menschen zunehmen. Leeregefühl, Süchte, depressive Verstimmung, allgemeine Schwäche sind Anzeichen des Verlustes von Seelenenergie.

Bei einem Seelen-teil-verlust, geht es also um das Verschwinden von Anteilen der Seelenenergie, nicht um den kompletten Verlust, dieses würde zu einem Koma führen.

Bei starken emotionalen Geschehnissen – in der Psychologie als Traumata bezeichnet – spalten sich Seelenteile als Schutzreaktion ab. (Dissoziation). Normalerweise kehren diese wieder zurück wenn sie Situation sich entspannt und sicher ist. Sie können aber auch wegbleiben und der Mensch verändert sein Wesen z.B. nach Unfällen und schweren Krankheiten, aber auch emotionalen Katastrophen. Das Ende von Beziehungen, Verlust von Arbeit/Haus oder das Sterben von geliebten Menschen.

Ein schamanisch Praktizierender kann über bestimmte Techniken und Rituale diese verlorene gegangen Seelenanteile in den Nicht-All-Täglichen Wirklichkeiten aufspüren und wieder zurückbringen. Hierfür ist ein gefestigtes Umfeld und ein bewusster Umgang mit der Situation notwendig damit es nicht zu einer Re-traumatisierung kommt.

Sobald das Bewusstsein dafür erwacht ist und jemand spürt das ihm etwas fehlt, ist die Basis für eine Seelenrückholung geschaffen.

Gerne begleiten wir sie dabei Praxis der Seelenrückholung

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