Die Hasel

Hasel 5Noch ist das Jahr jung und die Dunkelheit herrscht über den Tag und doch sind schon die ersten erwachenden Frühlingsboten sichtbar.

Die Samenstände der Haselnuss bilden sich schon im Herbst aus und zeigen sich im zeitigen Jahr als 8 bis 10 cm lange Blütenstände, die im Volksmund Lämmerschwänze genannt werden.

Obwohl sie auch  als Baum gezüchtet wird, ist sie ein Strauch, mit zahlreichen Stämmen aus der Wurzel, der bis zu  fünf Meter hoch werden kann.  (Sie gehören zu den Birkenartigen)

Seid der Steinzeit nutzen die Menschen die Birke als nahrhaften Nusslieferant, wie alte Grabfunde beweisen. Sie begleitet die Menschen durch Mythen und Märchen.

Die Germanen weihten die „Frau Haselin“ der Göttin Freya, die Kelten stellten einen Bezug zu ihrer Frühjahrsgöttin Brigid her, deren Tag der 2. Februar oder der zunehmende Mond des Monats ist

In der keltischen Mythologie finden wir sie in vielen Geschichten als Wissenspeicher. Derjenige der sie aß, oder die Lachse welche die Nüsse fraßen, wurde weise und allwissend. Und das kann heutzutage sogar wissenschaftlich erklärt werden. Denn der regelmäßige Verzehr der Nüsse wirkt sich aufgrund ihres hohen Lezithin-Gehaltes positiv auf unsere Nervenfunktion und das Gedächtnis aus.

Für Germanen und Kelten ist der Haselstrauch ein Symbol der Fruchtbarkeit und der sexuellen Kraft dar. In die Hasel gehen, war gleichbedeutet mit einem Verhältnis beginnen. Der Brauch junge Mädchen zu Ostern mit  dem Schlagen mit Haselruten zu wecken, soll die Fruchtbarkeit fördern.

Bei der heiligen Hildegard von Bingen war die Hasel nicht in hohem Ansehen: Der Haselbaum ist ein Sinnbild der Wollust, zu Heilzwecken taugt er kaum.

Wobei die hohe Vitamin E-Konzentration ein guter Schutz unsere Zellen vor freien Radikalen ist und auch als Sonnenschutz eine gute Basis bietet, Haselnussöl hat einen natürlichen SPF 15.

Als Massageöl für trockene Haut und auch gegen trockene Haare ist es wundervoll geeignet
Es ist auch ein besonderes nussiges und würziges Speiseöl, das gut in Wintersalate mit Rukola harmoniert und auch gebratenem Fisch ein besonderes Aroma verleiht. Haselnussöl wirkt verdauungsfördern und ist auch sehr gesund für unsere Galle.

Als Frühblüher ist sie der wichtigste  Pollenlieferant für Honigbienen. Haselruten werden oft als Wünschelruten und Zauberstäbe verwendet, da die jungen Trieben sehr gerade wachsen und sie aufgrund des hohen Wassergehaltes sehr gut Energie leiten können.

Alles in Allem also eine zauberhafter Strauch, der uns ins Jahr begleitet.

 

Kommentar verfassen