2. Raunacht – Orakeln

Schamanische Praktiken bestehen nicht nur aus dem Schamanischen Reisen (wobei das wirklich die einfachste und gründlichste Form ist um an Informationen zu gelangen)

Auch das Orakel ist eine Methode, die in fast allen Kulturen der Welt, von Schamanen (naturreligiöse Priester) eingesetzt wird um Antworten auf die Fragen des Lebens zu erhalten.

In den Raunächten ist auch bei uns, neben dem Räuchern,  das Orakeln ganz wichtig.

Die 12 Nächte werden daher auch Losnächte genannt. Wobei der Name nicht vom Begriff   „aus-losen“ kommt, sondern vom Althochdeutschen „ lösseln“, was  „schauen“  bedeutet.„Vorausschauen“, würde es recht treffend bezeichnen.

Die 12 Nächte werden stellvertretend für die 12 Monate des kommenden Jahres gezählt. Jeder Nacht (Tag) für einen Monat.

Dann lasst uns mal schauen was das Jahr uns zeigen will. Wie können wir das?

Es gibt viele unterschiedliche Methoden zu Orakeln.  Ihr könnt Karten ziehen, Runen werfen oder versuchen euch an eure Träume zu erinnern.

Nehmt das was ihr schon könnt. Es ist schwierig mit Methoden wir noch nicht beherrschen gut Ergebnisse zu erzielen.  Innerhalb von zwei Tagen wirst du nicht lernen dich an deine Träume zu erinnern (obwohl es in dieser Zeit leichter fällt) und vielleicht frustriert sein, wenn es am Ende doch nicht geklappt hat.

Du musst nicht deinen Nachtschlaf opfern, sondern kannst auf am Tage auf die Zeichen achten. Z.B. zu einer bestimmten Zeit, am schönsten sind die Zwischenzeiten,  – Sonnenaufgang oder Untergang –  hinaus gehen und deine Frage in die Welt stellen. Z.B. „Was wird der März mir bringen?“  Öffne deine Augen und alle deine Sinne, hör und spür …

Was fällt dir als erstes auf? Was passiert gerade um dich herum? Wie fühlt es sich an?  Hörst du einen Hund bellen, fliegt ein Schwarm Vögel von rechts nach links, siehst du einen Sonnenstrahl oder bläst dich eine Böe kräftig an oder ist alles still. Bleibe kurz in der Wahrnehmung.  Nimm all das auf und schreib deine Gedanken dazu nieder.

Das ist die einfachste Form eines Naturorakels, das wir durchaus als schamanisch bezeichnen können, da es keine sonstigen – modernen – Hilfsmittel wie z.B. Karten benötigt.

Der Flug von Vögeln, die Formation von Wolken und ähnliches wurde schon in der Antike  zum Orakeln genutzt.

Selbst die christliche Kirche konnte nicht ganz davon lassen 😉 Ganz klassisch wird das Wetter bzw. der Sonnenschein zum Voraussagen genutzt.   Sonnenschein bedeutet am

  1. Lostag (26. 12.):  Es wird ein glückliches, neues Jahr werden.
  2. Lostag (27. 12.):  Preiserhöhungen stehen an.
  3. Lostag (28. 12.):  Streitigkeiten kommen auf.
  4. Lostag (29. 12.):  Fieberträume werden Familienmitglieder plagen.
  5. Lostag (30. 12.):  Es wird eine gute Obsternte.
  6. Lostag (31. 12.):  Auch alle anderen Früchte gedeihen prächtig.
  7. Lostag (  1.  1.):  Die Viehweiden tragen saftige Kräuter.
  8. Lostag (  2.  1.):  Fische und Vögel sind zahlreich.
  9. Lostag (  3.  1.):  Gute Kaufmannsgeschäfte stehen ins Haus.
  10. Lostag (  4.  1.):  Unwetter kommen hernieder.
  11. Lostag (  5.  1.):  Nebeltage treten vermehrt auf.
  12. Lostag (  6.  1.):  Zwist und Hader kommt auf.
    Dieser Text stammt aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon von der Webseite www.heiligenlexikon.de

 Das finde ich allerdings ein wenig zu einschränkend.  Aber  einfach mal ausprobieren…. Also schaut euch das Wetter in den nächsten Tagen genau an 😉

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