Dezember – Ilex

Der Ilex , auch  Stechpalmen  oder auch Winterbeere, Christdorn, Hülsdorn, Stechhülse genannt.

Als immergrüner Strauch kann er eine imposante Höhe von fast 20 m erreichen – wenn man ihn lässt. Es gibt ihn überall auf der Welt, in unterschiedlichen Formen und Größen.

Bei uns im Norden ist nur die Europäische Stechpalme heimisch. Sie gehört zu den Stechpalmen die ihre vielen Namen von den spitzen Dornen an den Blattkanten erhalten hat.  Sie hat ein extrem hartes Holz mit einer sehr feinen Maserung, welches zu wunderschönen Kleinkunstwerken verarbeitet werden kann. Selbst C. Rowling schrieb Harry Potter einen Zauberstab aus Stechpalmenholz zu.

Wenn wir uns die Pflanzen in der Winterzeit betrachten, ragt sie – neben der Mistel – jetzt besonders heraus. Im Englischen trägt sie den Namen Holly = Heilig und wenn wir  W.-D. Storl Glauben schenken können, war sie eine der Druidenpflanzen. Unter dem Namen Holly kennen wir sie auch als Bachblüte. Sie ist für Menschen geeignet, die unter Neid und Eifersucht leiden und zurück zur  Liebe finden möchten.

Mit ihren dekorativen glänzend gezackten Blättern und den haltbaren roten Beeren hat sie sich im dunklen Norden (Nordeuropa/Britische Inseln)  in der Weihnachts Dekoration durchgesetzt. Kaum ein Haus in dem nicht echte (oder künstliche) Blätter mit ihren leuchtenden Beeren als Verzierung finden.

Man erzählte sich, das die  immergrüne Stechpalme in der Winterzeit als Unterschlupf für die Guten Geister des Waldes dient. Um diese freundlich zu stimmen, wurden im Haus und in den Ställen Zweibündel aus Ilex befestigt. Mit ihnen laden wir sie ein und wehren gleichzeitig die bösen Geister ab. Sie galt auch als das Attribut des Winterkönig unter dessen Schutz man sich stellen wollte.

Die Christen sahen die dornenbewehrten Blätter des Ilex als Symbol für Jesus Dornenkrone (wobei es sich da wohl eher um eine andere Art gehandelt hat ) und die roten Beeren für das Blut, das er vergossen hat. Auch ihre Bezeichnung Stechpalme kommt aus dem Christlichen, sie wurde hier im Norden als Ersatz für die Palmwedel mit denen Jesu Einzug in Jerusalem gefeiert wurde genommen.

Die Blätter sowie die (roten) Beerenfrüchte sind stark giftig. Sie führen zu Herzrhythmusstörungen, Erbrechen, Durchfall, Entzündungen des Magens, Lähmungen, Müdigkeit und Nierenschäden und können  in großer Dosis sogar tödlich sein.  Deshalb fanden sie in frühen Zeiten als Heilpflanze gegen Gicht, Rheumatismus, Durchfall, Fieber, Grippe, Bronchitis und Epilepsie Verwendung.  (Gleiches mit Gleichem)

Eine auffällige und faszinierende Pflanze.

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