Räuchern

Es ist Zeit,  die Kräuter sind trocken, nun können wir sie zu wundervollen Räuchermischungen verarbeiten.

Die Nutzung von Rauchwerk gibt es in allen Kulturen. Seitdem die Menschen Feuer nutzen werden sie gemerkt haben, wie unterschiedlich Hölzer und Kraut riechen können und eine Wirkung auf den Menschen haben.  Sie können beruhigen und anregen, schlafen und träumen lassen. Sie können sogar heilende wirken. Der zum Himmel aufsteigende Rauch wurde als Botschaft an die Götter gesehen.

Immer mehr wurde es zu einem festen Bestandteil des Lebens in der menschlichen Gesellschaft. In Indien, Tibet, China und Japan wird das Räuchern wie schon vor Jahrtausenden noch heute täglich von Millionen von Menschen praktiziert. In Europa ist die Kunst des Räucherns etwas in Vergessenheit geraten, wird jedoch zunehmend beliebter.

Das Ausräuchern von Häusern und Ställen hat eine lange Tradition, welche in Süddeutschland nicht in Vergessenheit geraten ist.

Hier im Norden, müssen wir „ein wenig graben um an die Wurzel zu gelangen“

Doch auch hier brauchen wir nur in eine Katholische Kirche zu gehen um in den Genuss von kostbare Räucherharze zu kommen.  Der Weihrauch dient auch heute noch als Verbindung zum Göttlichen. Er soll die Gläubigen in die göttliche Sphäre einbinden und die Gebeten in den Himmel tragen.

In früheren Zeiten nutzte man das Räuchern auch ganz profan zur Reinigung und Desinfektion von Wohnräumen und Ställen. Selbst Seuchen wie die Pest versuchte man durch Räuchern – teilweise mit Erfolg – einzudämmen.ReinigenIn der heutigen Zeit suchen viele wieder nach den alten Bräuchen die uns mit der Natur verbinden. Räuchern ist eines der schönsten Möglichkeiten.

 

In den letzten Tagen war ich wieder fleißig und habe einige Mischungen für die nächste Zeit zusammen gestellt.

Eine Samhain-Mischung aus Beifuß, Wacholderbeeren, EngelwurzRäuchermischung_4529

Für besondere Rituale gibt’s noch eine Meisterpflanze (Eibe) hinzu

Aber auch Eisenkraut, Salbei, Engelwurz und Tannenharz machen sich gut in einer Mischung für die Dunkle Zeit.

Für Jul wird’s auch was neues, altes  Tannennadeln, Fichtenharz, Salbei, Wermut, Mistel,  auf Wunsch mit etwas Fliegenpilz.

Mal schauen was dieses Jahr für die Raunächte anbietet…
Wacholder und Tanne werden auf jeden Fall dabei sein. Als Immergrüne Pflanzen tragen sie die Lebenskraft durch den kalten Winter, aus diesem Grund  waren sie bei vielen nordischen Kulturen heilige Bäume mit einer großen Heilkraft.

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