Die Vögel ziehen …

Hast du sie gehört?  Die Kraniche und Gänse, die in den Süden ziehen ..
Und??? Bist du raus gegangen um ihnen nach zu schauen?

Nein? Warum solltest du deine Arbeit einen Moment beiseite legen und in den Himmel sehen?Vogelflug _4987
Weil es etwas so ursprüngliches, seid Urzeiten vertrautes hat. Es Vogelflug_4994weckt in uns die Sehnsucht ….

Sie reisen, sie vertrauen ihrem inneren Kompass, der sie sicher führen wird. Sie geben nicht auf … sondern fliegen weiter und weiter, oft Tag und Nacht um zu ihrem Ziel zu kommen.

Es gehört zu ihrem Leben und ist unausweichlich.

In unserer so technisierten Welt hat es immer wieder etwas zauberhaftes mit der Natur konfrontiert zu werden.

Kraniche, Störche und auch Gänse waren in vielen Kulturen heilige Tiere und hatten ähnlichen Symbolgehalt .  Im alten Ägypten legte die Gans, als Weltenschöpfer das Welten-Ei, aus dem die Sonne, Amon-Re, geschlüpft ist. Auch der Kranich gilt als „Sonnenvogel“
Auch in China und in Indien gelten sie als Begleiter der Götter.

Für schamanisch praktizierende verbinden sie auf eine unnachahmliche Art  Himmel und Erde. Sie gleichen der Seele welche die Welt verlässt und sich auf den Seelenflug begibt.

In vielen Märchen spielen sie eine Rolle, oft als Begleiterinnen von jungen Gänsehirtinen  oder alten Hexen.   Gänse zu hüten, war eine Entsprechnung für den Dienst an der Göttin.  Durch ihren Qualitäten des Nährens, Wärmens, Behütens und der Fruchtbarkeit wird die Gans zum Symbol der  mütterlichen Göttin.

Wirkt doch auch heute noch das Symbol der Gans durch und durch weiblich, z.B. beim Begriff  „Schnatternde Gänse“.Gans_4872

Da wir jetzt die Gänse zuhauf sehen, ist es kein Wunder, das sie in früheren Zeiten auch als Gabe der Götter gesehen und gefangen wurde um als leckere Mahlzeit zu dienen und die Decken im Winter zu füllen. Gänsedaunen sind selbst heute noch in Bettdecken zu finden.

Der bekannte Brauch der Martinsgans, entstanden aus der Legende, das sich der Ordensbruder Martin aus Schüchternheit, im Gänsestall versteckt hatte, um nicht geweiht zu werden. Hier hat ihn aber das aufgeregte Geschnatter der Tiere verraten. Als „Dank“ wurde die Gans zum Symbol für den Martinstag.  Gefüllt mit Äpfeln und Nüssen und dem heiligen Beifuss, als Gabe an die Götter.

 

 

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