Tut einem Baum das schneiden weh?

Im September/Oktober ist wieder Schnittzeit für Sträucher und Bäume. Allerorts hört man die Heckenscheren und Elektrosägen.

Da wir schamanisch sehr naturverbunden leben, ist unser ganze Welt beseelt, jeder Baum, jeder Strauch, jedes Pflänzchen.

Wie ist es denn in so einem Fall. Dürfen wir die Pflanzen überhaupt beschneiden? Werden sie dadurch nicht verletzt und spüren sie Schmerzen?

Das Pflanzen auf ihre Umwelt reagieren und bestimmte Reize wahrnehmen ist inzwischen unbestritten. Aber leidet der Rasen, wenn wir ihn mähen, oder ist es wie beim Haareschneiden bei uns.

Darüber streiten sich viele Wissenschaftler und wettern in vielen Fachkongressen gegeneinander. Herkömmliche Biologen wehren sich gegen diese Spinnereien einiger ihrer neueren Kollegen der Abteilung Neurobiologie, die den Pflanzen Hören und Sehen andichten wollen.  Angeblich würden sie bei Klassischer Musik besser wachsen ..

Dass es eine Form von Leiterbahnen, in der Art eines  Nervensystem und etwas ähnliches wie Neurotransmitter gibt können sie ja gerade noch stehen lassen.

Doch die zentrale Frage ob Pflanzen Schmerzen verspüren kann noch niemand von ihnen beantworten.

Schamanisch praktizierende haben es da schon etwas einfacher. Sie fragen einfach den Spirit der Pflanze. Und sie geben ganz klare Antworten. Ja und Nein, je nachdem was man fragt.

Ja sie nehmen uns wahr, ja sie wissen wenn man ihnen schaden will und es gefällt ihnen nicht. Aber sie haben Mechanismen damit um zu gehen.

Viele Blütenpflanzen sterben im Herbst ab und ziehen ihre Kraft zurück in die Wurzel. Sie haben also die Fähigkeit sehr variabel auf äußre Einflüssen zu reagieren.

Dieses Zurückziehen von Energie und z.B. die Produktion von Abwehrstoffen und vermehrten Selbstheilungsenergie (Verschließen von Wunden), können Pflanzen mehr oder weniger bewusst steuern.  Sie leben und empfinden ganz anders als wir es uns vorstellen können.

Bei einem Angriff in Form eines Schnittes, ist der erste vielleicht noch überraschend, aber die folgenden treffen nur noch leere Substanz. Die Pflanze zieht ihre Existenz zurück in sichere Teile.

Auch ist eine Pflanze in den meisten Fällen keine Einzelseele sondern eine empfindsame Gruppenseele, die sich auf mehrere Pflanzen verteilen und auch neu arrangieren kann.

So gesehen sind sie zwar von Eingriffen in ihr Wachstum nicht erfreut, können sich aber in gewissem Maße davor schützen, wenn noch genug Substanz bleibt.

Es schmerzt nicht und man könnte fast glauben, nachdem ich so einige „Gespräche“ geführt habe, das die Pflanzen den Menschen sogar gerne helfen und  geben. Sie sehen es durchaus als ihre Aufgabe, als ihren Selbstzweck an, den Menschen in seiner Existenz hier auf dieser Erde zu unterstützen.

Wenn wir schamanisch leben, „pflegen“ wir also auch unseren Garten. Mähen Rasen, ernten Äpfel und schneiden Büsche. Aber wir schnippeln nicht einfach drauf los und machen alles platt, was uns im Weg steht und unserem Empfinden nicht entspricht.  Sondern kündigen es der Pflanze an, bitten sie, fragen sie, was wir schneiden dürfen und geben dafür einen Ausgleich. Eine besondere Düngung, Abdeckung des Bodens oder Wasser als Opfer für ihre Gabe.

Jede Pflanze die wir gepflanzt haben ist ein eingeladener Gast in unserem Garten. Wir sollten sie auch so behandeln.

Kommentar verfassen